Aktuelle Infos

Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e. V. (VdDW):

Herford - 02.05.2012 | Entwicklung von Branchenstatistiken kommt gut voran

Erst im Januar 2012 war der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V. (VdDW) mit Sitz in Herford gegründet worden. Nach einer ersten Vorstandssitzung Mitte März sind nun die Schwerpunktthemen abgesteckt und die praktischen Arbeiten haben bereits begonnen. Noch im Laufe dieses Jahres will der VdDW beispielsweise ein eigenes Auftragspanel für die Wohnmöbelindustrie realisieren.

Die aktuellen Mitgliederzahlen spiegeln die breite Unterstützung und das große Interesse der Wohnmöbelbranche an der Verbandsgründung wider: „Dem noch jungen VdDW haben sich knapp 30 Unternehmen angeschlossen, die insgesamt 6.000 Beschäftigte repräsentieren“, erklärt der Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann. „Mit dem neuen Verband wurde eine letzte Lücke in der Möbelbranche geschlossen. Nun hat auch der letzte, nicht organisierte Bereich seine eigene Interessenvertretung erhalten.“ Die VdDW-Mitgliedsunternehmen verteilen sich horizontal über die Bereiche Schlafen, Wohnen, Speisen und Diele – vom kleinen Mittelständler bis hin zum konzernähnlichen Unternehmen – sowie vertikal über die Segmente Discount, konventioneller Handel und Premium. Der Verband vertritt ihre Interessen auch auf nationaler Ebene in allen fachspezifischen Fragen. Dabei können die Mitglieder auch von Synergieeffekten durch die Verbändegemeinschaft am Sitz in Herford profitieren.

Branchenstatistiken: Auftragspanel noch im laufenden Jahr

Einen Hauptschwerpunkt der Arbeit des VdDW bilden die schnittstellenübergreifenden Prozesse mit dem Handel wie Qualitätsmanagement, Logistik und Elektronische Datenkommunikation. Dazu kommt die Erhebung von Branchenstatistiken. Letztere sind beim Verband bereits in der aktiven Vorbereitung. Bei den Aufstellungen, die später den Mitgliedern regelmäßig zur Verfügung gestellt werden, geht es im Einzelnen um Statistiken zur Altersstrukturanalyse und Krankenstanderhebung, Effektivlohnerhebungen, Betriebskennzahlerhebungen, Reklamationsstatistiken und ein Auftragspanel. Die Reklamationsstatik wird beim Verband bereits geführt und soll für den Wohnmöbelbereich ausgeweitet werden. Das gilt ebenso für die Alters und Krankenstanderhebungen, die momentan noch auf regionaler Ebene erfasst werden.
 

Eine besonders wichtige Aufgabe sieht der stellvertretende VdDW-Geschäftsführer Andreas Ruf in der Einführung eines eigenen Auftragspanels für die Wohnmöbelindustrie: „Die bisherigen amtlichen Statistiken haben für die Industrie eine mangelnde Aussagekraft. Beispielsweise werden hier zum Wohnmöbelbereich auch branchenfremde Bereiche wie Fahrzeugsitze gezählt, die oftmals einen anderen Konjunkturverlauf aufweisen. Dadurch ergibt sich ein verzerrtes Bild. Wir werden daher vom VdDW eigene Erhebungen erstellen, welche die tatsächliche wirtschaftliche Lage der Betriebe abbilden.“ Ruf kündigt an, dass dieses Auftragspanel für die Wohnmöbelbranche noch im Laufe dieses Jahres realisiert wird: „Mit den umfangreichen und aussagekräftigen Statistiken geben wir unseren Mitgliedsfirmen wertvolle Informationen an die Hand“, so Ruf, „die sie für ihre betriebliche Planung nutzen können.“

 


« zurück zur Übersicht