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IDM Wohnen und Polster mit guten Fortschritten
DCC-Fachbeiräte beschließen umfangreiche Aufgabenpakete

Herford den 10.03.2017

Am 21. Februar fanden die Unternehmensvertreter im DCC-Fachbeirat Wohnen mit über 20 Teilnehmern in Herford zusammen. Genau zwei Wochen später traf sich der DCC-Fachbeirat Polster beim Mitgliedsunternehmen Polipol in Diepenau. Auch diese Veranstaltung war gut besucht, 30 Teilnehmer der Einladung gefolgt. Beiden Sitzungen gingen Herstellerberatungen vorbereitend voraus.

Nach Begrüßung und kurzem Abriss zum Daten Competence Center, das inzwischen mit 87 Mitgliedern und zwölf Gremien bzw. Organen zu den großen Branchenorganisationen zählt, informierte Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer auf beiden Sitzungen über wichtige Wegpunkte seit den letzten Beiratstagungen im Herbst 2016.

ZIMLog, EDI und eCl@ss fordern vollen Einsatz

Dieser wichtige Tagesordnungspunkt konzentrierte sich ganz auf die neuen Entwicklungen im Logistikbereich, auf Klassifizierungsfragen und EDI. Seit kurzem wird die Brancheninitiative ZIMLog unter dem Dach des DCC gemanagt und kaum eine vergleichbare Körperschaft verzahnt die Branchenbereiche ‚Hersteller‘ (über VDM und die Möbelverbände Nordrhein-Westfalen), ‚Logistik‘ (via AMÖ) und ‚Handel‘ (durch BVDM und ZGV vertreten) so eng wie das Daten Competence Center.

Im Großprojekt EDI wiederum nehmen nach der Auftaktveranstaltung Mitte Dezember 2016 nun im März die spartenspezifischen Arbeitskreise Fahrt auf und diskutieren jeweils in kleinerer Runde. Die Themen Bestellabwicklung und Digitalisierung logistischer Prozesse standen am 28. Februar im EDI-Arbeitskreis Küche sowie im AK Wohnen/Polster am 1. März im Fokus. Die nächsten Abstimmungen sind bis Mitte Mai geplant.

Klassifizierungsarbeiten für eCl@ss-Release 10.1 laufen planmäßig

Die Hauptarbeiten für die Klassifizierung von Möbel und Einrichtung scheint nach Worten von Dr. Plümer nun grundsätzlich getan, die kürzlich veröffentlichte eCl@ss-Version 10.0 enthält erstmals Produkte unserer Branche. Derzeit wird das Fachwissen aus dem Segment Spülen und Armaturen implementiert. Weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Befüllung der „4. Ebene“ (Produkt-Untergruppen) mit Attributen, Formen, Schlüsselworten und Definitionen – ein sehr ehrgeiziges Ziel, denn bereits das im Mai erscheinende Release 10.1 soll diese Daten enthalten.

Nicht nur im Fachbeirat Wohnen wurde dann vor allem die Entscheidungsoption zum künftigen Träger der Klassifizierung diskutiert – neben eCl@ss böte sich nach entsprechendem Mapping ebenso GS1-complete an. Obwohl dafür Herstellernachfrage signalisiert wurde, ist das Interesse anscheinend nur einseitig.

Definierte Unterfederungssysteme aus dem 3D-Drucker

Einen interessanten Höhepunkt im Fachbeirat Polster bot dann das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD gGmbH) mit zwei ganz unterschiedlichen Vorträgen. Wissenschaftler Tony Gauser aus dem Bereich Möbel und Innenausbau berichtete dabei über „bioXprint“. Hinter dieser Wortschöpfung verbirgt sich ein neuartiges 3D-Druckverfahren für gradierte Strukturen – gemeint sind gedruckte Schaumstoffe auf Biobasis für Polstermöbel.

Da beim 3D-Druck nur relativ kleine Stoffmengen ausgebracht werden, liegt die Innovation in einer nachträglichen, maßdefinierten Eigenexpansion der Schäume auf das 15-fache ihres Anfangsvolumens. Bereits im August soll die Machbarkeitsstudie beginnen, Industriepartner werden vom IHD gesucht.

Ein zweites Gastreferat befasste sich mit der Virtualisierung von Innovationsprozessen in der Textil- und Polsterbranche, vorgestellt von IHD-Projektleiter Matthias Weinert. Ziel ist die Formulierung eines Modellierungsframework, von Referenzmodellen und eines Virtualisierungskatalogs. Da die Projektarbeit stark auf industrielle Unterstützung angewiesen ist, warb Weinert intensiv bei den Polstermöbelherstellern um ein Einbringen in das Vorhaben – von Interviews bis hin zur Mitarbeit im projektbegleitenden Ausschuss.

Höhere Daten-Komplexität darf nicht zu Fehlinterpretationen führen

Im zentralen Fokus des Meetings im Fachbeirat Wohnen stand der Meinungsaustausch zum Datenformat IDM 1.0. Seit gut einem halben Jahr „online“ liegen nun erste Erfahrungen einzelner Hersteller und Handelshäuser vor, erste Testdaten wurden versendet. Die Resonanz ist nach Abfrage bei den bisherigen Nutzern positiv, Nacharbeit scheint es bei der Minderung mutmaßlicher Interpretationsspielräume zu geben.

Natürlich war allen Beteiligten bewusst, dass das IDM Wohnen bei dem unglaublichen Variantenreichtum im Wohnmöbelsegment keine „100-Prozent-Lösung“ sein wird. Dennoch müssen die übertragenen Daten natürlich unmissverständlich und vollständig nutzbar sein. Eine nützliche Hilfestellung könnte auch die angeregte Arbeitsplattform für Hersteller-Testdaten zum Download durch die Software-Häuser oder den Handel sein. Da mit cat(at)web für Küche ein zentraler Branchen-Stammdatenserver bereits betrieben wird, könnte dieser DCC-Dienst temporär auch zur Optimierung des IDM Wohnen genutzt werden.

„Arbeitskreis 3D“ für Polstersegment ins Leben rufen

Das Thema „zentraler Stammdatenserver“ und die damit verbundene Erfolgsgeschichte beim Datenhandling in der Möbelbranche war zudem mit Nachdruck diskutierter Tagesordnungspunkt in den Herstellervorbesprechungen bei Polster und Wohnen.

Der große, aber nicht ganz neue Schwerpunkt bei der Sitzung im Fachbeirat Polster war die Entwicklung von 3D-Komponenten für das IDM Polster. Bisher leisten Magnetplaner und Farbberatung scheinbar gute Dienste, dennoch wird der Wunsch nach einem 3D-Format wohl lauter. Ein Ergebnis dieses Gedankenaustauschs ist die beschlossene Gründung eines „Arbeitskreises 3D“ im DCC für die Polstermöbelindustrie.

Kontakt:
Dr. Frank B. Müller mueller(at)vhk-herford.de

Goebenstraße 4-10
32052 Herford

Fon: +49 5221 1265-20
Fax: +49 5221 1265-65

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Erklärtes Ziel des Fachbeirats Wohnen: ein weitreichender Abschluss der Test- und Nachbereitungsarbeiten am noch jungen Datenformat IDM Wohnen 1.0 (Foto: Müller).

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Konsens im FB Polster von Herstellern und Software-Häusern: Noch muss die dreidimensionale Visualisierung Zukunftsmusik bleiben, weder Daten, noch Formate oder kostenverträgliche Technik stehen aktuell zur Verfügung (Foto: Müller).

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