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Deutsche Möbelindustrie lehnt staatliche Kaufprämie für E-Autos ab

Bad Honnef/Herford den

Die heutige Bekanntgabe der konkreten Ausgestaltung der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos kommentiert Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie, wie folgt:

„Die Möbelindustrie spricht sich klar gegen die E-Auto-Förderung aus. Diese Art einer staatlichen Konsumlenkung schadet mehr, als sie nutzt: Sie reduziert die Planungssicherheit und die Innovationsbereitschaft anderer Branchen in Deutschland.

Zudem ist der Cluster „Bauen und Einrichten“ mit rund 1 Million Beschäftigten genauso eine tragende, innovative Säule der deutschen Wirtschaft wie die Automobilindustrie. 
Mit dieser einseitigen Förderung verschiebt die Bundesregierung die Konsumausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Autokauf, während andere Branchen weiter unter Kaufzurückhaltung leiden. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihr Geld nur einmal ausgeben. Im Jahr 2009 verursachte die damalige Verschrottungsprämie einen Umsatzeinbruch von 10 Prozent für die deutsche Möbelindustrie.

Statt kurzfristige Kaufanreize für einzelne Produkte zu setzen und damit Branchen gegeneinander auszuspielen, sollte die Politik auf anerkannte Maßnahmen zur Konjunkturbelebung setzen: Den Wohnungsbau fördern, die Last durch Steuern und Sozialabgaben reduzieren und über dringend benötigte Entbürokratisierungen endlich wieder Wirtschaftswachstum und Konsumfreude ermöglichen. Davon würde das gesamte Land profitieren und nicht nur eine einzelne Branche.“