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Tischler.NRW wird Mitglied des Daten Competence Center e.V.

Digitaler Produktpass und Digital Twin lassen die Branche zusammenrücken

Herford den

Das Daten Competence Center (DCC) erweitert sein Netzwerk und beschreitet damit neue Wege: Erstmals tritt mit Tischler.NRW ein Fachverband des Handwerks bei und bringt damit die Perspektive von rund 3.200 kleinen und mittelständischen Betrieben und 46 zugehörigen Innungen in die Gremienarbeit ein.

 

Da einzelne Tischlereien selbst nicht Mitglied werden können, übernimmt der Verband die Rolle des Bindeglieds. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen der Digitale Produktpass und zunehmend auch der Digital Twin. Dieses digitale Abbild eines Möbelstücks bündelt alle relevanten Produkt-, Material- und Nutzungsdaten und fördert Transparenz und effizientere Prozesse über den gesamten Lebenszyklus.

„Der digitale Produktpass stellt die gesamte Möbelbranche – und damit nicht nur große Möbelhersteller, sondern auch kleine Handwerksbetriebe – vor gewaltige Herausforderungen“, erklärt Dr. Johann Quatmann, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen. „Nur wenn alle Beteiligten reibungslos zusammenarbeiten, lassen sich die notwendigen Daten vollständig erfassen. Die Kooperation mit dem DCC ist für uns deshalb ein zentraler Baustein, um unsere Mitgliedsbetriebe bestmöglich vorzubereiten.“

Mit dem Beitritt von Tischler.NRW erweitert das DCC seine Mitgliedschaft bewusst über die Industrie-, Handel- und Dienstleistungssektoren hinaus. „Wir gehen neue Wege“, betont Dr. Olaf Plümer, Geschäftsführer des DCC. Vor allem im Hinblick auf den Digitalen Zwilling sieht er Synergien. „Der Digital Twin bietet enormes Potenzial, Prozesse zu vereinheitlichen und die Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus zu erhöhen. Wenn Industrie und Handwerk gemeinsam daran arbeiten, profitieren am Ende alle Beteiligten, weil Daten sauberer fließen und Fehlerquellen früher sichtbar werden.“

Der Schulterschluss zeige damit deutlich, dass die digitale Transformation der Branche nur gemeinsam gelingen könne. Durch die Verbindung von industrieller Standardisierung und handwerklicher Detailkompetenz entstehen Lösungen, die den regulatorischen Anforderungen ebenso gerecht werden wie den praktischen Abläufen in den Betrieben.